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Pflege-in-Oesterreich-klein

Mittwoch, 25. Januar 2012

...

77 Days

Tage vergehen - die Sonne nimmt zu.
Wir pflegen und pflegen und hier herrscht die Ruh.
Wer zu lange schläft gerät, in Vergessenheit.
Darum heraus aus der Lethargie -

Einiges aus meinem
Bin zur Zeit im HKP Praktikum ...
Hut ab kann ich nur sagen (sofern jemand einen auf haben sollte) -
vor dem Einsatz des Teams unter den oft schwierigen Bedingungen. http://www.roteskreuz.at/pflege-betreuung/ in diesem Falle Jennersdorf
Ja - Krankheit ist schon etwas komisches -
Des öfteren auch die Frage nach Sinnhaftigkeit unseres Lebenssystem -
Meine Antwort gibt mir mein Gott - Darum darf ich ihn heute wieder suchen und finden.
5. Mose 4,29 Wenn du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn wirst von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen.
http://jesus-web.de/bibel/buch/de004.htm
Das mußte kurz sein-
Die ganze Welt sucht Antworten vom Flüchtenden in Dafur bis hin zu den Mächtigen in Davos ...
L.G. Rudolf.
rudolf33a - 25. Jan, 07:47
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Dienstag, 8. November 2011

Boah, ganz schön anstrengend alt zu sein!

Vor ein paar Monaten wurde ich angefragt, ob ich an einem Projekt teilnehmen möchte. Es ging um Sensibilisierungs-schulungen mit dem Titel "Aus anderer Sicht". Vermittelt soll werden mit Kurzworkshops etwa wie ein blinder mensch zurecht kommt in unserer Welt, wie ein Gehörloser kommunizieren kann, was ein Rollstuhlfaher erlebt und neu- deshalb wurde ich angefragt-sollte das Leben mit altersbedingte Einschränkungen erlebbar gemacht werden.
Mein erster Einsatz sollte in einer Volksschule stattfinden.
Wahnsinn war ich aufgeregt im Vorfeld. Ich hab keine pädagogische Erfahrung mit Kindern und da ich auch selbst keine Kinder habe, hatte ich Zweifel an meiner Kompetenz und einen enormen Respekt vor der Aufgabe.

Aber alles ging gut. Und noch viel mehr. Die Arbeit mit den Kindern war einfach wunderbar und mittlerweile war ich schon in Volksschulen und Polytechnischen lehrgängen tätig.

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(Photos: Christian Treveller)

Ich habe, egal an welcher Schule, neugierige und offene Kinder/ Jugendliche erlebt. Vermittelt habe ich vor allem die Kombination von Sinneseinschränkungen wie "schlecht hören" und "schlecht sehen"mit einer Bewegungseinschränkung. Thema waren auch feinmotorische Probleme und Einschränkungen des Tastsinns. So habe ich etwa mit präparierten Brillen gearbeitet, mit Schallschutzhörern und Handschuhen. Mit Bohnen in den Schuhen habe ich das Gehen der Kinder erschwert.
Die KInder haben sich großartig auf die "Altersverkleidungen" eingelassen. Neben viel Spaß wurde mit Staunen wahrgenommen wie sich der Alltag verändert mit altersbedingten Einschränkungen, wie schwer etwa Verpackungen zu öffnen sind oder kleine Schriften zu lesen. Abgerundet habe ich meinen Part mit einem positiven Abschluß, nämlich mit der Frage nach den besonderen Kompetenzen alter Menschen. Und auch dabei waren die Antworten bunt, sie reichten von "Geschichten erzählen" über "Schnitzen" und "Fahrrad reparieren" bis "mit den Fingern pfeifen" und "Schnitzel kochen".

Ich freue mich schon auf die nächste Sensibilisierungsschulung!
Pflege in Österreich - 8. Nov, 19:09
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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Bauer sucht Frau

(unfall)chirurgische Ambulanz, nachmittags im Oktober


Ein Landwirt, 74 Jahre, begleitet von seiner Schwiegertochter, sitzt in Raum 3. Gestern Abend ist ihm bei Ausbesserungsarbeiten am Zaun ein Jungrind auf die linke Hand gestiegen, die ist jetzt ziemlich geschwollen, aber die riesigen Ausmaße hatte sie vorher auch schon, vermute ich.
Ich kann mir vorstellen, dass er damit kräftig zupacken kann und es auch sein ganzes Leben lang musste. Der Bauer selber wirkt bedächtig, überlegt eine Zeitlang bevor er spricht und spricht generell wenig. Ich glaube nicht, dass man mit ihm streiten kann, da bräuchte man wohl einen sehr langen Atem.

Die Tiere sind wieder draußen, auf der Wiese in Hofnähe, nach den überraschenden Schneefällen bis in tiefere Lagen ist es nochmals recht warm geworden.
„Er wollte ja gar nicht herkommen, ich hab ihn erst dazu überreden müssen“, versichert uns die quirlige Schwiegertochter und der Landwirt schaut amüsiert zu ihr auf, als sie ihn in die Schulter kneift. Die beiden scheinen sich gut zu verstehen.
Im Röntgen sieht man nichts, ich forme eine Schiene aus unserem Kunststoffverband, denn von den Fertigschienen gibt es keine, die auf seine Pranke passen würde. Eis auflegen, Schmerzmittel einnehmen. Wiederbestellt in zwei Tagen.
Vorläufig ist die Behandlung symptomatisch, also gegen Schmerzen und Schwellung.
Während des Schienen-Bastelns erfahre ich, dass der Sohn Nebenerwerbsbauer ist, die Schwiegertochter hat zwei kleine Kinder und versorgt die sechs Rinder und einige Schweine und hilft beim Heuen, die – noch rüstigen – Schwiegereltern helfen, wo sie können.

Ich höre immer wieder, wie schwierig es für viele Bauernhof-Erben ist, einen Partner zu finden. Einen oder eine, die Tiere mag, manuelle Arbeit nicht scheut und gern auf dem Land lebt.
Keine geregelten Arbeitszeiten, unsichere Einkünfte und kaum Urlaub, im Tausch gegen ein geerdetes Leben, in dem man sich einlässt auf Tierkrankheiten, Milchpreisschwankungen und den Rhythmus, den die Jahreszeiten vorgeben.
In der Zeitung habe ich gelesen, dass Bauer-sein mittlerweile ein Hochrisikoberuf ist. Eine Vielzahl technischer Geräte muss beherrscht werden, und es gibt jährlich eine erkleckliche Anzahl tödlicher Verletzungen.

Meine beiden Großeltern waren Bauern, und oft schon habe ich mich gefragt, warum ich ausgerechnet Krankenschwester geworden bin und nicht Bäuerin.
Wo ich doch Tiere und die Natur mag. Keine Arbeit scheue. Geregelte Arbeitszeiten auch jetzt nicht habe.
Aber wahrscheinlich sehe ich das wieder viel zu romantisch.
Und überlege trotzdem, in regelmäßigen Abständen, ob ich nicht umsatteln soll – so wie sich plötzlich eine Chefsekretärin oder ein gelernter Tischler nach langen Jahren in IHREM Beruf für den Pflegeberuf entscheiden.

Einige Kühe mit Kälbern. Ziegen oder Schafe und Hühner. Eine Herde Mangalitza-Schweine. Ferienzimmer anbieten mit Brotback-Kursen. Kartoffelacker, Rübenfeld, Obstbäume und ein Bauerngarten. Mit herumschwirrenden Elfen, als Glühwürmchen getarnt, und fleißigen Kobolden, die in der Scheune leben.
Und ein Bauer, der auf der Suche nach einem verlorenen Schaf mit mir in den Sonnenuntergang fährt, auf einem John Deere 6R - das ist der mit den ganz großen Reifen.

Träumen wird man ja wohl noch dürfen ...

DGKS Christine
Pflege in Österreich - 19. Okt, 20:32
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Montag, 17. Oktober 2011

hmm sss hm sss hmm szss ....

016b-schlafen-12156

http://www.schulbilder.org/malvorlage-016b-schlafen-i12156.html

Ein kleiner Hinweis auf unseren Zustand hier.

damits nicht so bleibt, ein kleines Aufwachlied.



L.G. Rudolf.
rudolf33a - 17. Okt, 13:02
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Dienstag, 6. September 2011

...

Bitte sehr ..
Med. Station ..
Von Alokohol Abusus über Lovenox Injektionen bis Zytostatika ..
Die nächsten Monate ...
rudolf33a - 6. Sep, 19:49
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Das Pflegestudium – Ein Überblick

Auf diesem Blog berichten Pflegepersonen ausführlich über ihren Arbeitsalltag. Aber welche Wege gibt es überhaupt, um in der Pflege tätig zu werden?
Heute gebe ich - als Gastautor auf diesem Blog- einen Überblick über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten.

Variante 1: Ausbildung
Im Bereich Pflege gibt es einige Ausbildungen, mit denen man erste Berufserfahrungen sammeln und sich für einen Job in der Pflege qualifizieren kann. Dazu gehören zum Beispiel die Ausbildungen im Bereich Gesundheits- & Krankenpflege oder der Altenpflege. Die Voraussetzungen für eine Ausbildung in der Pflege sind nicht unbedingt die Matura, auch Interessierte mit anderen Abschlüssen haben hier viele Entwicklungschancen.

Variante 2: Vollzeitstudium
Man kann sich sein Wissen auch auf akademischem Wege aneignen. So gibt es zum Beispiel an der Uni Graz und der Uni Wien einen Studiengang Pflegewissenschaft. Wer mehr über die Inhalte und Voraussetzungen erfahren will, ist auf dieser Infoseite rund um das Pflege Studium richtig. Da aber praktische Erfahrungen gerade im Bereich Pflege immens wichtig sind, gibt es in Österreich auch duale Studiengänge, die sowohl Ausbildung als auch Studium verbinden. Ein Beispiel ist das Rudolfinerhaus, das in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt den Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege zusätzlich zur Ausbildung anbietet.

Variante 3: Weiterbildung durch berufsbegleitendes Studium
Wer zum Beispiel bereits eine Ausbildung abgeschlossen hat und es sich nicht leisten kann oder mag, für ein Vollzeitstudium den Job aufzugeben, der ist auch mit einem berufsbegleitenden Studium bzw. einem Fernstudium gut beraten. Hier kann man neben dem Berufsalltag eine weitere akademische Qualifikation erlangen und sich so auch für höhere Positionen empfehlen. In Österreich bieten unter anderem die Donau Uni Krems und die FH Kärnten nebenberufliche Studiengänge im Bereich Pflege- und Gesundheitsmanagement an. Wer einen Blick über die Grenze wagt, findet hier einen Überblick über die deutschen Fernstudiengänge im Bereich Gesundheitsmanagement und Pflege.

Es gibt also durchaus eine recht gute Bandbreite an Möglichkeiten, sich für das Berufsziel Pflege zu qualifizieren. Wichtig ist vor allem, sich genügend Zeit bei der Auswahl zu lassen, Gespräche z.B. mit den Studienberatern der Hochschulen zu führen und auch vor Studien- oder Ausbildungsbeginn mal ein Praktikum im entsprechenden Bereich zu absolvieren um festzustellen, ob einem der Job wirklich Spaß macht.

Milan Klesper/ Köln
Der Pflegeblogger
Pflege in Österreich - 6. Sep, 12:46
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Donnerstag, 1. September 2011

Alle so fesch

(unfall)chirurgische Ambulanz, Montag 15.00 Uhr

Eigentlich haben sich die Kollegen schon verabschiedet, aber M. wartet ab, denn das Rote Kreuz biegt gerade um die Kurve. Auf der Liege eine 82jährige Frau, daheim gestürzt. Frau E. konnte nicht mehr aufstehen und hat starke Schmerzen in den Hüftgelenken.
Die sind so arthrotisch, dass sie die Beine im Liegen nur mehr zehn Zentimeter anheben kann, aber gebrochen ist glücklicherweise nichts, wie sich herausstellt …
Frau E. bräuchte dringend neue Hüften, die setzt ihr aber keiner ein, weil sie seit Jahren offene Geschwüre an beiden Unterschenkeln hat, die sie selbst behandelt – und so schauen die Wunden auch aus: stinkige, undefinierbare Beläge, grau, schwarz, nach dem Entfernen der obersten schmierigen Schicht finden wir irgendwelche Tierhaare (oder ist es Wolle?) und noch alles Mögliche, weiß der Kuckuck, was da dran klebt. Ich reinige eine halbe Stunde lang herum, der Kollege hebt das Bein ein wenig an, damit ich rundherum reiche, und zum Schluss wickeln wir um beide Unterschenkel einen keimabtötenden Salbenverband, der wird die restlichen Krusten bis morgen hoffentlich aufweichen.
Mit der Station klären wir ab, dass Frau E. morgen vor dem Verbandwechsel geduscht wird.

Leider gibt’s im Haus keine Badewannen mehr, die wurden vor einigen Jahren aus den Stations-Badezimmern verbannt. Unzeitgemäß, hieß es, wo doch jetzt jedes Zimmer eine Dusche hätte.
Jetzt und hier bräuchten wir eine…

Das Erstaunliche ist, dass die Dame sonst recht gut gepflegt wirkt, sie hat sogar, mit ihren über achtzig Jahren, die Augenbrauen und den unteren Lidstrich nachgezogen und etwas grünen Lidschatten aufgelegt. Ich mache ihr ein Kompliment und sie sagt, ihr Mann mag das, wenn sie sich morgens so zurechtmacht.
Dann meint sie, dass sie in Zukunft früher zum Arzt gehen, nicht mehr so lang selber herum pfuschen will, sie würde jetzt ihre Bedenken gegenüber ärztlicher Behandlungen ablegen.
„Weil eh alle so nett sind, und lauter fesche Männer gibts hier, also wirklich, alle so fesch …“, und schaut verzückt in die Runde.

Ich sehe mich erstaunt um und erblicke den Arzt ohne Haare und den Kollegen, der seine Bestmarke bereits überschritten hat… und überlege, wie ich diesen Gedanken kundtun soll und ob überhaupt.
Aber wer weiß, wenn ich einmal so alt bin… die Geschmäcker ändern sich, und vielleicht-
Und dann krieg ich einen Seitenboxer von meinem Kollegen, weil ich wieder mal laut gedacht habe.

DGKS Christine
Pflege in Österreich - 1. Sep, 00:40
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Samstag, 30. Juli 2011

Ein normaler Ambulanznachmittag

(unfall)chirurgische Ambulanz, nachmittags, zwischen 16.00 und 17.00 Uhr:

Der Arzt näht seit geraumer Zeit an einem Finger herum, eigentlich an dreien, und besonders der Zeigefinger sieht ziemlich malträtiert aus: am Endglied fehlt ein Stück vom Knochen und ziemlich viel Haut. Der etwa 70jährige Mann, zu dem sie gehören, ist damit in die Holz-Spalt-Maschine geraten und kann froh sein, dass das Übrige an der Hand drangeblieben ist. Er hatte Handschuhe an, aber die wurden von der Maschine gefressen, sagt er, und mit ihnen etwas von seinen Fingern. Und dann meint er noch, der Winter kann jetzt kommen.
Der Knochen wird etwas gekürzt, die zerfetzten Hautränder weggeschnitten und mittels spezieller Nahttechnik über den Stumpf gezogen und vernäht. Wird sich weisen, ob alles anwächst. Die letzte Tetanusauffrischung war am St. Nimmerleinstag, er kann sich gar nicht erinnern, je eine bekommen zu haben. Also wird er geimpft.

Nebenan verbinde ich den 28jährigen Maurer, der beim Brett-auseinander-schneiden mit der Motorsäge abgerutscht ist. Eine lange, neben der Schienbeinkante verlaufende Wunde, mit 18 Stichen genäht.
Als ich später die Liege sauber mache, entdecke ich neben Schutt und Sand auch seinen Holzmaßstab (Zollstock) in den Falten des Leintuchs. Der wird ihm sicher fehlen.

Ein etwas älterer Herr, Hobby-Gärtner, ist beim Hecken-schneiden auf der Leiter ausgerutscht und hat sich den Brustkorb angeschlagen, vormittags schon, aber jetzt ist es einfach unerträglich geworden. Er hat noch ein heißes (!!) Vollbad genommen, zum Entspannen, wie er meinte, aber damit ist der Schmerz so richtig angestachelt worden und tobt sich jetzt aus…
Das hat sich offenbar noch nicht ausreichend herumgesprochen, dass bei frischen Verletzungen wie Prellungen und Verstauchungen das Kühle besser ankommt als das Warme.
Einen jungen Mann mit Ohrenschmerzen und einen anderen, dem beim Arbeiten mit der Flex ein Teil ins Auge geflogen ist, müssen wir an eine Spezialambulanz verweisen.

Die zehnjährige Sara hat sich die feine Häkelnadel durch den Daumen gerammt, die baumelt jetzt am Nagelfalz, und der Doc muss eine Lokale setzen, damit er das Ding entfernen kann. Beim Einspritzen schreit Sara wie am Spieß, aber sie hält zumindest die Hand ruhig und lächelt auch kurz darauf wieder zaghaft und zeigt uns dabei zwei niedliche Wangengrübchen. Sie wird heute noch an ihrer Häkeldecke weitermachen, es wird ein Geschenk für ihre Tante.

Ein 22jähriger verspürt seit drei Tagen ein Stechen in der linken Leiste, aber nur bei bestimmten Bewegungen, er hatte keine Zeit für einen Arztbesuch, dafür will er sich jetzt durchchecken lassen und ist enttäuscht, weil wir ihn nicht aufnehmen. Der Ultraschall ist in Ordnung.

Das Rote Kreuz bringt einen jungen Mann, liegend, gestürzt beim Mountainbiking, die Radl-Hose zerfetzt, das Gesicht aufgeschürft, Knie und Ellbogen blutig, mit kleinen Steinchen drin, und das Handgelenk geschwollen.

Und dauernd läutet das Handy, irgendeine Auskunft, die ich nicht geben kann, irgendwer wird gesucht, während ich gebrauchte Instrumente entsorge und die Liege frisch abdecke, ein Polizist verlangt gerade jetzt nach einer Verletzungsanzeige, die bei ihm nicht eingetroffen ist, mit der einen Hand halte ich das Handy und mit der anderen entferne ich eine zappelnde Zecke, und im Nebenraum ruft der Arzt nach mir, er braucht einen Wundspreitzer, weil er einen Schleimbeutel beim Radfahrer entfernen muss.

Einer von diesen ganz normalen Ambulanz-Nachmittagen im Juli.

DGKS Christine
Pflege in Österreich - 30. Jul, 20:15
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Montag, 25. Juli 2011

So...

Immer wieder diese unmittelbare Nähe -
Im Langzeitpflegebereich bin ich im Spiegel unserer Gesellschaft.
Da ist ein Mensch - ein Bett - ein Nachtkasterl - 3 x am Tag ein warmes Essen - und Sauberkeit -
Und da ist so viel zerbrochenes -
Mag sein, dass all die zerbrechenden Gläser das zeigen, was in den Herzen geschieht.
Wie Auffangen ?
rudolf33a - 25. Jul, 13:04
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