Zwischen den Nachtdiensten.
3 x bin ich nun zwischen den Dämmerungen herumpflegend tätig gewesen. Das Hirnkastl ist außer seinem Rhytmus. Um 4h früh mußt du hunertprozentig funktiontüchtig jeden Einzelnen der mir an die 70 anvertrauten Bewohner besuchen. Manche sind nochmals frisch zu machen. Injektionen und Nüchterntabletten sind zu verabreichen. Lagern. Manche schlaflose Bewohner geistern schon herum...
Und heute sitzt ich herum und .... will etwas tun und bin ziemlich blockiert.
Mir ist schon klar, daß ich nicht der einzige Nachtdienst tuende bin...
L.G.Rudolf.
Und heute sitzt ich herum und .... will etwas tun und bin ziemlich blockiert.
Mir ist schon klar, daß ich nicht der einzige Nachtdienst tuende bin...
L.G.Rudolf.
Pflege in Österreich - 17. Okt, 15:33

Erschöpfung
Apropos 45 Jahre: Nachdienste gehören bei älteren Pflegepersonen zu den großen Burnout-Risiken. Vor einiger zeit hat mir mal ein Biologe erklärt warum: In der Nacht so ab 11 Uhr senkt der Körper physiologisch die Körpertemperatur von Arbeits- auf "Ruhetemperatur". Wenn wir aber arbeiten müssen, muss diesem physiologischem Vorgang entgegengewirkt werden. Das verlangt enorme Kräfte und hat einen enomen Energieverbrauch zur Folge. In jungen Lebensjahren schafft der Körper das gut. Je älter man wird, umso schwieriger wird dieser "Temperaturkampf" den der Körper da mit sich selbst ausficht. Deshalb sind KollegInnen über 40 nach dem Nachdienst oft total gerädert und erholen sich nur schwer, während junge Koleginnen danach immer noch die Welt niederreissen.
Grüße
Sonja
Danke für die Information - wahrscheinlich werde ich in Zukunft nur mehr Doppelnächte statt 3 Nächten machen.
Muß diesbezüglich mit meiner verständnisvollen PDL reden.
L.G.Rudolf.